Mircro Greens

Die Kopftriebe sind der radikalste Plan, um an junges, frisches Grün zu kommen.

Andreas Rieger köpft Karotten. Die knubbeligen Oberteile legt der Küchenmeister des Berliner Sternerestaurants „einsunternull“ in eine niedrige Schale. Die flache Seite badet im Wasser, die runde schaut heraus. Jetzt braucht es Licht, Zimmertemperatur und etwas Geduld. Aus dem Karottenstrunk sprießt es zart und kräftig-grün.  „Diese einzelnen Triebe schmecken unheimlich intensiv nach Karotte“, sagt er. „Nicht nur nach dem langen Grün, was sonst dran ist“.

Die Kopftriebe schlagen auch bei Pastinaken, Petersilienwurzel oder Rote Bete aus. Jetzt im zarten Frühjahr manchmal auch ohne Wasser. Die letzten Knollen aus dem eingelagerten Gemüse zeigen grüne Spitzen. Erste Versuche machte Andreas Rieger mit einem Blech, dass wochenlang auf dem Bügelbrett vor dem Küchenfenster stand. Die Idee kam von der Kresse. „Die ist so intensiv und so klein, so kurz gewachsen und so aromatisch“, sagt Ebert.

Das junge Grün aus altem Gemüse ist im „einsunternull“ nun Standard. Das feine Grün aromatisiert meist anderes Gemüse zusätzlich oder liegt als Potpourri diverser Blätter auf dem Teller. Das ist nicht nur etwas für die Topgastronomie. Mirko Leaves sind ganz leicht selber anzubauen. Auf der Fensterbank und im Garten.Einfach die  Triebe wachsen lassen und nach und drei bis vier Wochen als knackig gesundes Mikrogemüse ernten. Die ganz jungen Blätter von Rote Bete, Rettich oder Rauke haben meist schon genauso viel Power wie das ausgewachsenen Gemüse.

Fish & Chef

Gourmet-Event zum Sommerstart am Gardasee

Vor neun Jahren begann alles in Malcesine. Sternekoch Leandro Luppi, den regionalen Produkten verschworen, war Ideengeber und Initiator des Events Fish & Chef und lud Kollegen aus der Umgebung ein, regionalen Fisch modern zu interpretieren. Dem Fisch folgten weitere regionale Spezialitäten, immer mehr Gäste, immer mehr engagierte Köche, weshalb sich Fish & Chef zur gut besuchten Veranstaltung gemausert hat. In diesem Jahr von 23.-28.April.

Gardasee im April, der Duft der Limonen- und Olivenhainen, sprießende Vorfreude auf die Pracht der Bougainvillea und Forsythie. Gardasee im April, das ist aber auch ein Event: “Fish & Chef”. Eine Woche lang dreht sich rund um den Gardasee alles ums Essen. Regionale Spezialitäten, zubereitet von Spitzenköchen aus Italien wie Alessandro Cavagna, Elio Sirone oder Mareno Cedroni, aber auch internationalen Köchen wir Dirk Hoberg vom Restaurant Ophelia in Konstanz.

Die Austragungsorte der extravaganten Fish & Chef Dinner sind 2017  u.a. die Hotels  Grand Hotel Fasano, Palazzo Azarga, Lido Palace, Hotel Bellevue San Lorenzo, Hotel Aqualux, 15 Spitzenköche vom Gardasee werden regionaltypische Produkte zu einem unvergesslichen Menü bereiten. Alle Infos:  www.fishandchef.it

Gut essen gehen

Besondere Restaurants

Rösterei Schneid

Auch der feine Costa Rica Kaffee lässt hier rösten

In einem Hinterhof etwas außerhalb Münchens liegt eine der ältesten Münchner Röstereien – zeitweise gar die einzige Rösterei weit und breit.

Wer den Weg hierher findet, ist nicht nur von herrlichem Kaffeeduft und alten Röstmaschinen umgeben, er kann sich auch genüsslich durch alle Kaffees der Welt schlürfen – feine süße Häppchen inklusive. Eine sehr spezielle Adresse.

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Les Bleus

Hahn müsste man sein - auf Gut Wardow

In den Weiten Mecklenburg-Vorpommerns haben Hühner in französischem Couleur auf dem „Gut Wardow“ ihre Heimat. Schneeweißes Gefieder, blaue Beine und Füße sowie knallroter Kamm, „Le Bleus“, die Verwandten der legendären Bresse-Hühner. Auf den Guts-Wiesen findet sich nur das Beste für ein wundervolles Huhnleben. Sand zum Scharren, Würmer und Käfer zum Picken, selbstgebaute kleine Ställe.

„Die Hennen legen Eier und die Hähne sind eine wahre Gaumenfreude,“ sagt Wolfgang Grimme, der mit seiner Frau Jutta von Kuick dem Geflügel nordöstlich von Güstrow eine Bio-Idylle bietet. Erst nach vier Monaten sind die Hähne reif zum Schlachten. Das Fleisch der „Les Bleus“ ist dunkler und der Geschmack besonders intensiv. Das Gute liegt so nah, Spitzenköche müssten sich nur einmal auf den Weg machen.

Foodhunter- Autor Oliver Zelt hat sich auf den Weg gemacht. Mehr lesen