„En Guete“: Gute Adressen in Zürich

„En Guete“: Gute Adressen in Zürich

Zürich bietet höchste Lebensqualität, rangiert im Ranking der lebenswertesten Städte der Welt stets auf den vordersten Plätzen. Essen gehen ist leider grundsätzlich teuer. Dafür immer gut. Die Nähe zu Frankreich ist unverkennbar, das Fundament der Haute Cuisine zieht sich durch alle Sparten kulinarischer Entdeckungen. Gepaart mit besten Qualität aus der Schweiz. Von traditionell bis innovativ-international. Zürich macht Appetit auf mehr. “En Guete”. 

Autor Dirk Vangerow

 

Zuerst macht Zürich Appetit auf die „Kronenhalle“, Lokal von Weltruf, kürzlich in dem Buch verewigt „Ich bin an wenigen Orten daheim“. Kein Zürichbesuch ohne eine Speisung in diesen weltberühmten Hallen, die Zeit ihres Bestehens, weit über 100 Jahre, gesellschaftlicher Treffpunkt für Unternehmerfamilien, Schauspieler, Jet-Set, Künstler und Lebenskünstler waren und sind. Schweizerisch-bayerische Küche. Wir empfehlen den Klassiker Wiener Schnitzel, auch wenn 52 CHF ganz schön “saftig” sind. Rämistrasse 4, 8001 Zürich, täglich ab 12 Uhr, www.kronenhalle.com

Kronenhalle Zürich

Was wäre die Schweiz ohne Schokolade? Was wäre Zürich ohne das „Péclard“, kürzlich aufwendig renoviert und umfirmiert (vorher Café Schober), ohne ihm dabei seinen antiken wie denkmalgeschützten Charme zu nehmen, den es sich in den vergangenen 700 Jahren angeeignet hat. Das Boutique-Kaffeehaus, dessen Mobiliar, Geschirr und Deko die neuen Pächter aus Paris bringen ließen, offeriert feinste Patisserie von Starpatissiers wie Patrick Mésiano, Tee und Kaffee vom Nachbarn Heini Schwarzenbach, Truffles Maison von der Confiserie Honold. Unser Tipp: Im Salon Rouge eine Tasse heiße Schokolade nach alter Züricher Art trinken und dazu hausgemachten ,Guglhopf‘ kosten. Napfgasse 4, 8001 Zürich, Mo-Mi 8-19 Uhr, Do-Sa 8-23 Uhr, So 9-19 Uhr. www.peclard-zurich.ch

Das Faible, Originales zu erhalten, wird auch in der „Rüsterei“ deutlich. Historisch und architektonisch wie gastronomisch eine Perle. Untergebracht in einer ehemaligen Papierfabrik, begeistert das Restaurant durch Backstein-Mauern und 7 Meter hohe Fenster aus dem Jahr 1911, stylisch ergänzt um  Glas und Stahl, handgefertigten Tischen – einer davon bietet 70 Gästen Platz – offener Küche und einem fünf Meter hohen Weinschrank mit über 900 Flaschen. Der schweizerische Künstler Heinz Julen konnte sich hier verewigen. TIPP: ein gutes Rindsfilet zum Lunch, danach weiter durch Zürichs Shopping-Areal Sihlcity. Kalanderplatz 1, 8045 Zürich, Mo-Fr 11-14.30 Uhr, Sa am 17 Uhr, So Brunch 11-14.30 Uhr und ab 18 Uhr. www.ruesterei.ch

A Place to be: Mitten durchs ehemalige Industriegebiet zieht sich heute Zürichs Kulturmeile. Das Schauspielhaus Zürich, der Jazzclub Moods und als kulinarischer Leckerbissen das Restaurant „LaSalle“, seit 10 Jahren eine der besten Adressen der Stadt mit tollem Ambiente: Alte Schiffbauhalle mit gläserner Bar, französisch-italienischer Küche, Schwerpunkt Fisch und Meeresfrüchte, stets à la minute zubereitet. Thunfischtatar mit Sojasauce, Pulpo-Papayasalat. Züricher Felchenfilets oder auch Kutteln an rassiger Tomatensauce. Schiffbaustrasse 4, 8005 Zürich, Mo-Fr ab 11 Uhr, Sa/So ab 17 Uhr. www.lasalle-restaurant.ch.

Foodhunter-Tipp: Aperitif oder Digestif in der Nietturm Bar, gleiche Adresse, Di-Sa ab 17 Uhr. Kubus aus Glas, zwei Ebenen, Bar und Lounge, offener Kamin. Traumhafte Aussichten für Zürichgenießer!

La Salle, Zurich

 

Einkaufstipp für Wein- und Champagnerliebhaber: “Weinebroker”. Liegt im Zentrum, 200 Meter von der Bahnhofstrasse und direkt neben einem der Kanäle. Hier erlebt man den Weineinkauf so wie erhofft und gewünscht: mit Tresen und Verkostung, immer interessante Leute, mit denen man schnell ins Gespräch kommt, dazu eine gute Auswahl an besonderen Tropfen. Der Flagship Store ist ein Muss, selbst wenn man später der Bequemlichkeit zuliebe online bestellt. www.weinbroker.ch

Zwei aktuelle Genießertipps zum Schluss: die „Markthalle im Viadukt“, seit September 2010 eröffnet und Herzstück von Zürichs neuester Einkaufsmeile unter den Viadukt-Bögen an der Limmatstrasse. 14 Bögen im 500 Meter langen Eisenbahnviadukt sind ausschließlich Lebensmittelhändlern und Bauern vorbehalten, überwiegend aus dem Inland. Mo-Sa 8-20 Uhr.

Und Segantini“, auf Anhieb 14 Punkte von Gault Millau bekommen. Klein, fein, 32 Plätze.  Und Koch Adrian Efford beweist, sie können doch sehr gut kochen, die Engländer. Sein Motto: „Das Nahe dominiert das Ferne, das Einfache das Manierierte, das Übersichtliche das Komplizierte.“  Ankerstraße 120, 8004 Zürich, Di-Fr 11-14 Uhr, Di-Sa 18-14 Uhr. www.segantini.ch

 

Tipp vom Sommelier: Torpâ aus der Schweiz, eine Empfehlung von Didier Clauss, The Dolder, Zürich

„Das Wallis bringt hervorragende Weine zu Tage, weshalb ich unseren Gästen gerne einen edlen Tropfen aus der Schweiz anbiete. Beispielsweise den Torpâ 2008, übersetzt „von der Sonne verbrannt“, von Cédric Flaction. Der Torpâ ist eine Cuvée aus weißem Marsanne und weißem Savagnin. Er besitzt nicht nur eine schöne, dunkelgelbe Farbe, sondern entfaltet sich herrlich am Gaumen, schenkt Nuancen von gerösteten Mandeln und Vanille, gepaart mit großer Frische, Spuren von Citrusfrüchten und feiner Trüffelnote. Dieser Schweizer Tischwein ist kraftvoll, ölig, lebendig, komplex, mit langem Abgang. Großes Lagerungspotenzial von 10-15 Jahren. Passt hervorragend zu Gerichten von Meeresfrüchten, Languste, Hummer, Steinbutt.“ Torpâ 2008, ca. 32,50 CHF, Torpâ 2009 ca. 39 CHF. 

Didier Clauss, Dolder