ClickStraw. No, it doesn’t save the ocean!

ClickStraw. No, it doesn't save the ocean!

Verrückte Zeiten: einerseits der Schrei nach Umweltschutz und Einsparung an Plastik, andererseits bombardieren uns Start-ups mit blödsinnigem Plastikzeug, bei dem trotz Holzhammer-Argumentation keine Spur von Sinnhaftigkeit zu finden ist. Jetzt ist der Clickstraw, Plastikstrohhalm zum Zusammendrücken, bei foodhunter angekommen.  Aus recyceltem Plastik und daher nachhaltig und angeblich super für die Gastronomie, heißt es. Ganz ehrlich: das Ding ist überflüssig wie ein Kropf!

 

Autorin Sabine Ruhland, Fotos ©foodhunter

 

„Maria und Josef!”  hätten unsere Mütter gerufen und die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. – Heute reicht ein oberflächliches „invented in Germany”, um die letzte Sau aus dem Dorf zu treiben. Für wie dumm lässt sich unsere Gesellschaft eigentlich verkaufen?

”Invented” heißt „erdacht, erfunden”. Mehr nicht. „Invented in Germany” ist also nichts als heiße Luft, die international Qualität suggerieren soll.

 

Und hier ist es, das Corpus Delicti, der Clickstraw, ein Plastikstrohhalm zum Aufklappen. – Schwierig zu beschreiben das Teil, wenn automatisch Attribute wie „zu groß” oder „zu hart” ins gedankliche Spiel kommen. Trifft es aber, denn der Clickstraw ist haptisch eine Zumutung. Unappetitlich, ecklig, zu groß im Durchmesser, zu dick in der Wandung. Mag die foodhunterin nicht in den Mund nehmen und schon gar nicht daraus zuzeln. Für jeden guten Drink eine Herabsetzung des guten Geschmacks.

„ClickStraw – The One-Click Open Straw That Saves The Ocean” oder „Click, Open & Clean. No Chance of Dirt!” So lauten die Marketingsprüche und wir können nur hoffen, dass niemand darauf reinfällt.

Ist doch die beste Form der Nachhaltigkeit, Überflüssiges gar nicht erst zu kaufen.

 

Die Drinks die wirklich unentbehrlich einen Strohhalm benötigen, nutzt foodhunter Glashalme. Ein wesentlich schöneres „Mundgefühl”. Nach Gebrauch in die Spülmaschine. Fertig.