Mars – viel Geschwätz, wenig Verantwortungsbewusstsein

Mars - viel Geschwätz, wenig Verantwortungsbewusstsein

„Als Unternehmen im zweiten Geschäftsjahrhundert arbeiten wir stetig an Innovationen, um zu wachsen, uns anzupassen und uns zu entwickeln. Damit wir für unsere Kunden, unsere Mitarbeiter und unseren Planeten Gutes tun können – heute und auch in Zukunft.” CEO Grant F. Reid über Entwicklungen des Unternehmens.

 

Ganz so genau scheint es Grant F. Reid es nicht zu nehmen.
foodwatch deckt auf!

Seit Anfang Juli ist bekannt, dass ein vielfach in Eiscreme verwendeter Zusatzstoff, Johannisbrotkernmehl (E410), mit dem krebserregenden Ethylenoxid belastet sein kann. Erst jetzt, fünf Wochen später, kam es zum ersten öffentlichen Rückruf in Deutschland – und das auch nicht aus freien Stücken:

 

 

Erst nach öffentlichem Druck durch foodwatch ließ Mars Deutschland betroffene Eis-Produkte der Marken Snickers, Bounty, M&Ms und Twix aus den Regalen räumen. Die Recherchen hatten gezeigt: Mars hatte die Produkte in anderen Ländern längst zurückgerufen, in Deutschland aber einfach weiter verkauft.

 

Doch Snickers & Co. sind nur die Spitze des Eisbergs! In anderen EU-Ländern wurden hunderte betroffene Produkte zurückgerufen, nicht nur ein paar Snickers-Eis!

Es ist davon auszugehen, dass auch in Deutschland weitere Produkte betroffen sind. Der Eindruck entsteht, dass die betroffenen Unternehmen versuchen, das Problem auszusitzen. Dabei ist die EU-weite Einigung glasklar: Alle Lebensmittel, die mit Ethylenoxid belastetes E410 enthalten, müssen raus aus den Regalen!

Mehr Infos: foodwatch

 

Wie unterschiedlich darüber die Pressemeldungen sind, kann irritieren. Ist es für die einen ein Skandal, formulieren andere Medien es, als wäre das Unternehmen voller Eigeninitiative, um deutsche Verbraucher zu schützen.