von foodhunter
Kategorie: Regional & Delikat / Reise

Weltweit einmalig: die ungarische Szilvásvárad-Forelle

Weltweit einmalig: die ungarische Szilvásvárad-Forelle

Szilvásvárad, gelegen am Rande des Bükk-Gebirges in Nordungarn, ist ein beliebtes Ausflugsziel, denn hier befindet sich das malerische Szalajka-Tal. Die Schönheit des Tals atmen wir nur kurz ein: unser Ziel mitten im Wald ist die Forellenzucht von László Sàárany.

 

 

Autorin Sabine Ruhland
Fotos © foodhunter

 

 

Es ist ruhig, als wir den idyllischen Waldweg vom Parkplatz aus starten. Kaum Menschen, denn die Saison hat noch nicht begonnen und die Waldbahn, die sonst von der Station „Fatelep“ die Besucher zur Gloriette bringt, (eine Gedenkhalle, die auf dem 186 Meter hohen Hügel von Csúcsos-dűlő errichtet wurde) ist noch im Winterschlaf. Nach 20 Minuten Fußmarsch entlang eines kleinen Flusses sind wir da.

Ein Verkaufswagen, ein paar Biergarten-Tische, ein Räucherofen und kristallklares Wasser, das sich über kleine Bäche in die jahrhundertealten Zuchtbecken ergießt. Rund zwei Jahre leben die Fische unter der Obhut von László. Nur vitaminreiches Fischfutter gibt er ihnen, keinerlei Chemie oder andere Zusätze.

 

 

Seit 1870 gibt es diese Forellenzucht, von adligen Waldbesitzern angelegt, um den Bedarf dieser einst den Reichen vorbehaltenen Delikatesse zu sichern.

 

2020 hat die Europäische Kommission hat die Aufnahme der Szilvásvárad-Forelle in die Liste der geschützten Ursprungsbezeichnungen genehmigt.

 

Unsere Forellen sind sogenannte Schnellforellen aus der Familie der Salmoniden und unterscheiden sich von anderen ähnlichen Fischarten sowohl im Geschmack als auch in der Konsistenz ihres rosafarbenen Fleisches. Nur Forellen, die gezüchtet und gefangen werden dürfen sich Szilvásvárad-Forellen nennen, erklärt Làszlò.

 

 

Qualität vor Quantität

 

Interesse seine Fische groß zu vermarkten, hat Laszlo nicht. Der Bestand reiche, um die ganze Saison über die Touristen und Besucher zu verköstigen und Restaurants in der Umgebung zu versorgen.

Frisch geräuchert aus dem Ofen bekommen die zwei Sorten offeriert: die Brown Trout, auch Speedy Forelle genannt, weil sie so schnell ist und die Regenbogenforelle. Lauwarm braucht es kaum mehr dazu, dennoch reicht uns Laszlo frischen Krautsalat. – Genusshimmel mitten im Wald.

 

 

 

Die Szilvásvárad-Forelle gehört zum ungarischen Netzwerk SVET – eine Vereinigung von gehobenen ländlichen Restaurants und Produkzenten in Ungarn, deren Ziel es ist, die moderne, stilvolle ungarische Küche zu fördern und national wie international bekannter zu machen.

 

 

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