Rund um das ungarische Bükk-Gebrige herrschen für Wein einzigartige Bedingungen: kühles Klima, die Böden reich an vulkanischem Gestein, Schiefer, Mergel, Ton und Sandstein. Hier liegt im berühmten Weinanbaugebiet Eger das renommierte Weingut St. Andrea.
Autorin Sabine Ruhland
Fotos © foodhunter
Wir kreieren Weine, die den einzigartigen Charakter von Eger und seinen Böden widerspiegeln. Insgesamt bewirtschaften wir neun Weinberge, der höchstgelegenen ist mit 501 Metern der Nagy-Eged-Berg, einer der besten Weinberge Ungarns – ebenso die zwei Hektar Muschelkalk Weingarten. Es ist uns nicht wichtig möglichst viel Wein zu erzeugen, sondern besonders hochqualitative Weine. Wir kombinieren traditionelle Methoden mit modernem Wissen: Der Ausbau findet Fässern ausschlisßlich aus ungarischem Eichenholz statt“, sagt Geschäftsführer Boros Barna.
Seit Gründung des Weinguts 1999 hat sich St. Andrea nach und nach die Bestlagen rund um Eger sichern können: u.a. Nagy-Eged, Hangács, Paptag, Kis-Eged und Pipis. Heute umfasst das Weingut etwa 50 Hektar, wobei der Fokus auf Spitzenqualität und Terroir liegt.




Im Vordergrund stehen traditionelle Sorten: Furmint, Kékfrankos (Blaufränkisch), Kadarka, Olaszrizling (Welschriesling) und Hárslevelű, ergänzt durch internationale Sorten wie Sauvignon Blanc und Chardonnay. St. Andrea Weine sind terroirgeprägt, besitzen eine elegante Mineralität und sind samtig am Gaumen.
St. Andrea ist inzwischen weltweit anerkannt und vielfach ausgezeichnet für seine außergewöhnlichen Qualitäten. Eine wichtige Rolle spielt aber die Renaissance unverwechselbarer ungarischer Weine. Bei den Weißweinen ist es der Egri Csillag (Stern von Eger), eine Cuvée aus einheimischen Rebsorten wie Furmint, Hárslevelű und Olaszrizling, teils ergänzt durch internationale Sorten. Winzer, dienen Egri Csillag produzieren müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen, dürfen dann aber individuelle Noten in ihre Cuvée einfließen lassen. Der St. Andrea Napbor ist so eine Cuvée, deren Fruchtaromen von einer dezenten nussigen Note begleitet werden. Hervorragend zu Meerestieren oder weißem Fleisch. Doch das Aushängeschild von St. Andrea ist der Egri Bikavér, eine komplexe rote Cuvée mit Blaufränkisch, Merlot, Cabernet Franc, Pinot Noir und Shiraz.
Zweifelsohne ist dieses Weingut zu Recht 2025 zum „Weingut des Jahres in Ungarn“ gekürt.

St. Andrea Weingut
Ady Endre Ut 88
3394 Egerszalók
Ungarn
Die ungarische Vereinigung SVÉT hat sich mit ihren Kooperationspartnern zum Ziel gesetzt, die kulinarischen Besonderheiten des ungarischen Nordostens (Regionen Eger, Tokaj, Bükk-Gebirge und Szabolcs-Szatmár-Bereg sowie Hajdúság) national wie international mehr in den Fokus zu setzen.
