Japanische Esskunst. Nagaya, Düsseldorf

Japanische Esskunst. Nagaya, Düsseldorf

Kenji Oya ist selbst Sushi-Meister und Besitzer des Münchner Japan-Restaurants Shoya. Mit ihm gemeinsam besuchten wir Yoshizumi Nagaya in Düsseldorf, das einzige japanische Restaurant in Deutschland, das seit 2012 mit einem Michelin-Stern dekoriert ist. Die Kritiken im Netz schwanken daher auch zwischen himmelhoch und kritisch. Zu teuer, zu kleine Portionen, zu wenig Erklärungen zum Menü. Fest steht, wer sich einfach nur sattessen will, für den sind 148 Euro für das Menü wohl zu viel. Wer Esskunst auf höchstem Niveau erleben will, sich einlässt auf eine Kultur der Ästhetik und auf Produkte feinster Qualität, erlebt eine Sensation.

 

Autor Dirk Vangerow, Fotos ©foodhunter

 

Yoshizumi Nagaya wurde geprägt durch die Schulen von Kandagawa, dem Großmeister der traditionellen japanischen Küche, Hasho, dem Star der modernen japanischen Küche und bei Armani/Nobu, Italiens Topadresse für japanische Esskunst. Wir betreten also erwartungsvoll das Restaurant und werden freundlich von Restaurantleiter Mathias Däubler begrüßt. Hell, lichtdurchflutet und puristisch die Atmosphäre. Die Gäste “Kö-gemischt”, Japaner und Geschäftsleute aber auch elegantes Wochenend-Publikum.

 

Der Gruß aus der Küche begann mit Spinat und einer karamellisierten Sesamcrème, Melonen- und Gurkenkugel. A perfect bite.

 

Sommelier Hiroki Makaue, der einige Zeit in der Pfalz verbrachte, was sich durchaus auf der Weinkarte bemerkbar macht, fand exzellente Weine zu den Köstlichkeiten. Zu Sushi, Sahimi umd Tempura servierte er einen Kallstatter QBA 2011 vom Weingut Rings.Der angenehm kühle Fisch war von allerhöchster Qualität.

Die Gänseleber in rote Beete-Krokant mit Haselnusspuder ließ die Aromen tanzen. Der Schmelz, die Erdigkeit, das splitternde Krokant wurden vollendet von einem edelherben Cross-Mosel-Riesling LMEAAX 2011, einer grenzübergreifenden Co-Produktion von LEA Linster, Luxemburg und dem Weingut von Hövel MAX von Kunow 2011 begleitet. Foodhunter berichtete bereits.

 

Das von der Pfanne hauchzart geküsste Tataki vom Wagyu wurde mit einer Shoyu-Yuzu Sauce gereicht. Dazu einen weißen Châteauneuf-du-Pape 2010 von Patrick Jaume. Genial.

 

Das Dessert krönte mit einer fränkischen Kirsche auf einem schokoliertem Trockenkuchen aus weißer Schokolade mit einem erfrischenden Orangensorbet, einem Himbeer-Marshmellow und Pistazienpulver. Dazu eine Beerenauslese Merlot-Rosé 2010 Barrique von Frey. Nektar.

 

NNagaya, Foto Foodhunter 033

Spinat mit süßer Sesampaste und Gurken- und Melonenkugel

Nagaya, Foto Foodhunter 4

Wagyu und Soja Yuzu

Japaner, Foto Foodhunter 2

Sushi & Sashimi

 

NAGAYA
Klosterstraße 42
40211 Düsseldorf
Telefon 0211-863 96 36.
Di – Sa 12-14 und 19-22 Uhr.
www.nagaya.de

 

Japaner, Foto Foodhunter 3

Das Dessert: Kirsche & Orangensorbet, Pistazienpuder

 

Japaner, Foto Foodhunter

Foodhunter Dirk Vangerow zu Gast bei Yoshizumi Nagaya in Düsseldorf