Copenhagen Cooking – größtes Gourmetfestival Europas

Copenhagen Cooking ist das führende Food Festival in Europa. Foodhunter Autor Rudolf Danner war 2013 dabei und wer weiß – vielleicht “reißt” es  ihn bald wieder, denn das nächste Copenhagen Cooking Foodfestival ist von 21.-30. August 2015. 

Autor Rudolf Danner, Fotos Foodhunter, Kopenhagen

ARCHITEKTUR-WELTLITERATUR-KOCHKULTUR im BLACK DIAMANT. 150 Veranstaltungen boten  10 Tage lang Nordic Taste an den ungewöhnlichsten Plätzen. das war 2013, als ich das erste Mal diesem Festival beiwohnen durfte. Was auffällig ist: Besonderes Augen-,  Zungen- und Gaumenmerk galt neben dem organischen vor allem dem sozialen Aspekt des Essens. Auf der Eröffnungsveranstaltung im Black Diamant, einem architektonisch beeindruckenden schieferverkleideten Würfel, präsentierte Adam Price Starköche wie den Libanesen Kamal Mousawak vom Souk el Tayeb, Christian F. Puglisi vom Relae in Kopenhagen und den Brasilianer Alex Atala vom D.O.M., die nach kochphilosophischen Statements  gewürzt mit sehr unterhaltsamen Anekdoten und Diskussionen auch ein gemeinsames Mahl zelebrierten.

Dinner bei Mondschein und Kerzenlicht  auf der Dachterrasse des  Axelborg Gebäudes

15 Michelinsterne leuchten über 13 Restaurants  der Stadt, wir durften ein romantisches  Dinner bei Mondschein und Kerzenlicht  auf der Dachterrasse des  Axelborg Gebäudes genießen. Beim Aufstieg überraschte Rasmus Bo Bojsen auf jeder Etage mit dänischen Leckereien( knusprige Schweinebauchcrackers, Erbsensuppe mit Apfel, nordische Nachos, Brombeeren, geräucherter Schinken) und ließ dann hoch über Kopenhagen mit phantastischem Blick auf den bunt  illuminierten Tivoli ein wahrlich denkwürdiges „URBAN ROOF DINNER“ servieren: Schweineohren mit Cherrypflaumen, gesalzene Piniennadel Meringue, Makrele aus der Tomatendose, dänischer Sommersalat mit gerösteter Hühnerhaut, Schweinerippchen mit Biowurzeln und winzigen neuen Kartoffeln und als krönenden  Abschluss “The Giant Eskimo“  -Vanilleeiscremeskulptur mit Beeren und der unglaublich intensiven Oialla Schokolade aus der eigenen Manufaktur mit 70% Kakaoanteil – ein Dessert mit Suchtpotential.

Torvehallen, Kopenhagens Foodparadies und Szenestraße Jaegersborggade

Auf 7000 qm,  in zwei Glas Pavillons findet der Besucher an über 100 Out- und Indoor-Verkaufsständen neben regionalen und internationalen Premierprodukten auch spezielle Essensangebote. So begeisterte uns ein  cremiges  Barleyotto mit Sommerzwiebeln, dänischem Käse, Haselnüssen und Brunnenkresse im kleinen Restaurant GROED. In Jaegersborggadegarde, einem angesagten Szeneviertel mit Sternerestaurant Relae , Manfreds&Relae-Bistro und Weinbar Terroiristen, Maiers Bakery mit Sauerteigbrot und unvergleichlichen Zimtschnecken, Kaffeebar mit Barristaweltmeister ist ein neuer Foodhotspot entstanden.

Sternelunch im Kadeau- Kulinarisches von der Insel Bornholm

Das 2013 aktuell besternte Kadeau,  von der Insel Bornholm nach Kopenhagen gewechselt, setzt ausschließlich auf regionale hochwertige Organicprodukte. Vor einer riesigen Regalwand bestückt mit hunderten von  gefüllten Einmachgläsern und mit Blickkontakt zur offenen Küche werden in gehobener  Bistroatmosphäre die spannenden Appetizer serviert: dehydrierte rote Beete, Erbsen mit Sprossen und Linsenemulsion, Gockelherzen, Entenbrust mit Hagebutten und besondere Kräuter von Salzwiesen.

Auf der Bornholmbank (Menüname) stehen Steingutschalen mit blauen winzigen Muscheln, Bohnen, Strandkräutern und grünem Erdbeerwein, es folgen Steinbutt mit Broccoli, Stachelbeeren und brauner Butter, komplette Hühnerfüße mit farbigen Karotten und zum Dessert Himbeeren,  Sauercreme,  Rosenblätter und Kamille.

ORGANIC FOOD UNDER THE BRIGDE

Ein Vorgeschmack der neugierig macht, denn erst im Herbst soll das Restaurant Stedsans unter der Knippelsbrücke in Sichtweite des Black Diamants eröffnet werden. Ein lockeres kommunikationsfreudiges Völkchen wartete an der langen Tafel geduldig auf simple rein geschmacksorientierte Gerichte, wie Gurken mit Schafkäse, geschmortes Wurzelgemüse mit Blattwerk serviert, Salate gegrillte Scampi, Ochsenherzfetzen mit Rüben und Beerencreme. Der unfiltrierte naturbelassene weiße Biowein von Rosforth ließ neben dem Traubengeschmack sogar den sonst wenig geliebten Restzucker vermissen und der Rote aus dem Kaukasus hatte ähnliches Geschmackspotential. Genial aber die Atmosphäre unter der nur schwach mit Laternen beleuchteten Brücke direkt am Wasser – ein kulinarisches Abenteuer mit wahrlich organischem, sozialem Aspekt, das bei Champagner um Mitternacht ein beeindruckendes Ende  fand, oben auf dem Brückenturm, der den 200 Kronenschein ziert.

MIT AAMANNS SMÖRREBROD- PICKNICK im Botanischen Garten und Krebsessen im Tivoli-Crayfish Galore !

Eine reich bestückte Picknicktasche mit den berühmten Smörrebrotklassikern von Aamann, das Festival Champagnerbier mit goosberries von Mikkeller waren die Zutaten für ein unvergessliches Picknickerlebnis im  traumhaften Botanischen Garten.  Ca. 5 Millionen Kilo Krebse verzehren die Schweden jedes Jahr und während des Festivals bieten Restaurants im Tivoli die Krebse auch in Massen (engl.galore) an. Wir entschieden uns für das Faergekroen Bryghus, idyllisch mitten im Park am See gelegen und mit einem süffigen Blond Lager Bier. Das Adventurous Crayfish Menü: Gegrillten Krebse, grüne Spargelsuppe mit Muscheln und Krebsen, Steinbutt mit Krebsen und eine Zitronentarte mit Himbeersorbet.(495.-Kr.)

www.copenhagencooking.com

Copenhagen Cooking, Foodhunter

Copenhagen Cooking, Foto Foodhunter (1)

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