Tolle Performance: Fette Henne, auch Krause Glucke genannt

Tolle Performance: Fette Henne, auch Krause Glucke genannt

Im szenigen St. Georg Viertel in Hamburg, genauer im Restaurant Cox, hat man sie uns serviert: eine Fette Henne Pilzsuppe. Man nennt diesen Pilz, der optisch an einen Badeschwamm erinnert, auch Krause Glucke. Diese Suppe war einfach nur herrlich, weshalb das putzige Pilzlein zu einem unserer Lieblinge geworden ist.

Autor Sabine Ruhland, Foto ©Foodhunter

Schön ist anders, aber ein Grinsen bekommt man allemal bei ihrem Anblick. Die einen erinnert er an einen Badeschwamm, die anderen an einen Blumenkohl. Das Fleisch ist etwas knorpelig, was aber nicht unangenehm ist, der Geschmack erinnert etwas an den der Morchel. Zu finden ist er von August bis Dezember direkt an Kiefern und Fichten.

Was die meisten Pilzsammler von der Verwertung abschreckt,  ist der Zeitaufwand den  die Säuberung dieses verzweigten Pilz erfordert. Durch das Wachstum direkt aus dem Wurzelbereich, nimmt der Pilz zwischen seinen Verästelungen jede Menge Sand, Erde, Nadeln, aber auch an Insekten und sonstige Kleinstlebewesen auf.

Doch der Pilz kommt uns entgegen: ein intensives Bad nimmt er nicht übel. Der raffinierte Trick eines FOODHUNTER-Lesers: “ich nehme eine elektrische ausrangierte Zahnbürste”.   Ist die Fette Henne sauber darf sie trocknen. Wann immer man sie nun zubereiten will – kaum füllt sie sich mit Wasser schmeckt sie wie ein frischer Pilz.

Die leichteste Art der Zubereitung

Frisch oder “aufgeweicht” einfach mit zerlassener Butter, Salz und Pfeffer in der Pfanne anbraten. Riecht gut, schmeckt gut!