Hieronymus Bosch, Arcimboldo, Leonardo da Vinci, Manet, Van Gogh, Vermeer, Rubens … die berühmten alten Meister haben in ihren Kunstwerken auch das Essen gerühmt. In diesem unterhaltsam-klugen Kochbuch KUNST ESSEN wandelt der Leser durch eine Galerie der Genüsse und Gelüste, die am Ende als moderne Interpretationen nachgekocht werden können.
Autorin Sabine Ruhland
Fotos © foodhunter
Die Künstlergruppe Philipp Weber, Inka Meyer, Simon Büttner, Marc Christian und Roland Pümmer hat einen Buchhybrid kreiert, der einfach nur Spaß macht – zumindest jenen, die neben Esskultur auch den schönen Künsten zugeneigt sind.
Eintauchen in berühmte Gemälde und deren kulinarische Interpretation, die dem Leser aufgrund feiner Stilistik oftmals ein Schmunzeln entlockt. Geistreich, ausdrucksstark, inspirierend – nicht nur, um sich mit den Rezepten näher zu befassen, sondern auch mit der Kunst.

Keine Frage, wir haben uns in dieses Koch-Kunst-Buch verliebt, weil es absolut ungewöhnlich ist und vom Leser gewisse Ambitionen einfordert.
Auch die Metamorphose der kulinarischen Protagonisten auf den Gemälden in moderne Rezepte zeugt von viel Fleißarbeit der Künstlergruppe. Entstanden sind Gerichte wie Brüsseler Sprossen in Waterzooi-Mayo, die moderne Übersetzung der „Bauernhochzeit“ von Pieter Brügel oder Spielerei rund ums Ei in Anlehnung an das berühmte Gemälde „Eine alte Frau brät Eier“ von Diego Velázques: gebeizter Dotter, marinierter Dotter, Rührei-Schaum.
Dann wäre noch die Frage aller Fragen: was aßen die Jünger beim „Letzten Abendmahl“.von Da Vinci? Auch dazu gibt es die Auflösung und ein Rezept, bei dem man eigentlich nicht weiß, warum es funktioniert, aber es funktioniert.


KUNST ESSEN
Deutscher Kunstverlag
152 Seiten, Deutsch
23,5 × 21 cm
50 Farbabbildungen
Gebunden
978-3-422-80329-9
42 €