Juli und August: Nobu’s Peruanisches Sommermenü im Matsuhisa

Juli und August: Nobu's Peruanisches Sommermenü im Matsuhisa

Ein kostengünstiges Mittagsmenü in einem der angesagtesten Restaurants Münchens wird kaum einer erwarten. Dennoch bietet das Matsuhisa im Nobelhotel Mandarin Oriental für Juli und August ein exquisites Angebot: Nobu’s Peruvian Lunch. Ceviche, Monkfish Cheeks, Yuzu Tart. 

 

Autor Sabine Ruhland,
Fotos ©foodhunter

 

Fünfzig Euro für ein 3-Gänge-Lunch sind eine stolze Ansage. Internationale Touristen werden das leichtfüßig bezahlen, doch der Münchner wird eher zaudern bei derartigen “Lunchpaketen”. Die abendliche Variante bietet da deutlich mehr – 80 Euro für 6 Gänge inkl. Cocktail und Sushi als Starter.

Wir hatten das Vergnügen zu einem Presselunch und der Vorstellung des Matsuhisa Sommermenüs geladen zu sein. Dieses beginnt ausnahmsweise mit dem Pisco Sour zur Begrüßung, der ansonsten nur zum Dinner-Einstieg gereicht wird. Der peruanische Pisco (Traubenbrand) “haut rein”. Für unseren Geschmack hat dieser Cocktail zu viel Alkohol, zu wenig Feingefühl in der Mixtur.

 

Prico Sour. ©foodhunter

 

Bei dem 50 €-Lunch wird auf einen Gruß aus der Küche großzügig verzichtet.

 

Ein Amuse bouche wäre schön gewesen, um den exklusiven Lunch einzuleiten und die Gäste wohlig einzustimmen. So startet es umgehend mit dem Seafood Ceviche. Der peruanische Klassiker, in der Basis nur aus rohem Fisch und Limettensaft bestehend, präsentiert sich in sommerbuntem Gewand und schmeckt exzellent. Milde und Schärfe sind ausbalanciert, Zwiebeln, Sencha-Pfeffer und Chili bewirken zitronige-prickelnde Schärfe, der Koriander sorgt für exotische Nuancen, Fisch und Garnele sind von bester Qualität, Gurken und Tomaten sorgen für die bunte Optik und das Sommergefühl. (Der Tomatenstrunk stört bei den kleinen Tomaten nicht, dürfte aber in dieser Restaurantkategorie ruhig entfernt werden). – Ein rundum gelungenes Vergnügen für den Gaumen.

 

Ceviche. ©foodhunter

 

Bei den Hauptspeisen darf der Gast mittags wählen zwischen Monkfish Cheeks, perfekt gegarten Seeteufelbäckchen und geschmorten Short Ribs (48 Stunden bei 67 °C gegart). Der Monkfish hat den perfekten Biss, allerdings vermissen wir die klassische Chimichurri, die auf der Karte steht, denn die pikante argentinische Kräutersauce gehört zu unseren absoluten Favoriten. Statt dessen wird la Lotte in einer pikanten -Anticucho-Escabeche serviert, was uns etwas enttäuscht. Dafür ist das Shiso Tempura als Dekoration ein knuspriges Vergnügen.

Die Weinempfehlung vom Service: Ein weißer Burgunder von Korrell. Passt sehr gut – sowohl zu Fisch als auch zu Fleisch.

Die geschmorten Short Ribs sind krokant und innen butterzart und das Guacamole Topping passt perfekt. Die Yoghurt-Anticucho dagegen etwas langweilig.

Ein krönender Abschluss: das Dessert! Besser lässt sich Exotik kaum auf den Teller bringen. Die “deconstructed Yuzu Tart” will sagen – ohne Teigboden wie er sonst bei einer Tarte zu erwarten wäre. Dafür ein ganz leichtes Mousse in leuchtendem Gelb mit dem süßsäuerlichen Zitrus-Mandaringeschmack, den nur die Yuzu hervorbringen kann. In Kombination mit Baiser, weißer Schokolade und Coconut-Sorbet (eher ein cremiges Eis) einfach nur umwerfend.

Monkfish Cheeks, Seeteufelbäckchen. ©foodhunter

Short Ribs mit Joghurt Anticucho. ©foodhunter

Yuzu Tart mit Kokonuss-Sorbet. ©foodhunter

 

„Nobu’s peruanisches Sommermenü”
Nur Juli und August, dafür täglich, auch Sa und So!
Lunch 50 Euro, Dinner 80 Euro
Mandarin Oriental München
Restaurant Matsuhisa (1. Stock)
 Neuturmstraße 1
80331 München

 

 

Chimichurri – die etwas andere BBQ Sauce