Die Zitrone fristet in deutschen Küchen ein eher nebensächliches Dasein, mal ein paar Spritzer hier, ein paar Spritzer da. Die Italiener hingegen lieben die Zitronen, allen voran die große Cedro. Unser italienischer Freund Dino hat daraus „Pasta al Cedro“ gezaubert. Ein überliefertes Familienrezept.
Autor Dirk Vangerow,
Fotos ©Foodhunter
Die große Cedro aus Süditalien – Erntesaison Anfang Oktober, doch man muss Quellen kennen, um an gute Ware zu kommen – diese Sorte ist mindestens so begehrt wie die Amalfi-Zitrone. Was sich aus ihr machen lässt – hier ein genussvolles Beispiel. Original sizilianisch!
ZUTATEN
- 2 Cedros (Alternativ 4 große Bio-Zitronen)
- Olivenöl
- Bund frische Minze
- 2 Peperoncini
- Modica Trapanese (Rezept unten)
- Kirschtomaten zur Deko
- frischen Parmesan
- Spaghetti (ca. 100 g pro Person)
ZUBEREITUNG
- Cedro auskratzen, die Kerne entfernen, das Fruchtfleisch zerdrücken.
- Fruchtfleisch mit Olivenöl, frischer Minze (in feine Streifen geschnitten), einer klein gehackten Peperoncini, etwas Parmesan vermengen.
- Als Clou „Modica Trapanese“ zugeben (Rezept unten) ein „Zaubergewürz“, einst der „Parmesan für arme Leute“.
- Die Pasta in der Pfanne mit der Zitronensoße vermengen.
- Pasta in der ausgehöhlten Zitrone anrichten, mit Kirschtomate und Parmesan-Spänen dekorieren
Modica Trapanese selbst gemacht:
- Zwei Tage altes Weißbrot durch ein Sieb drücken, damit kleine Krumen entstehen.
- Mit Olivenöl, frischem Knoblauch, frischer Petersilie und Chili in der Pfanne rösten.
- Abkühlen und trocknen lassen. Fertig.
Alternativ-Soße:
Die Zitronenfrische passt auch gut zusammen mit Sardinen, Pinienkernen, Kirschtomaten und wildem Fenchel.