Wenn die Franken von “Gwedelten” sprechen, meinen sie Hering

Wenn die Franken von "Gwedelten" sprechen, meinen sie Hering

“Die Gwedelten müsstet ihr beim nächsten Besuch probieren”, sagen uns die Franken. – Eine Spezialität, die zu Michaelikirchweih im Oktober gerne gegessen wird. Was das sei, wollen wir wissen. . “Grüne Heringe, bevorzugt gegrillt”, lautet die Antwort. 

Autor Sabine Ruhland

Die größte Straßenkirchweih findet in Fürth (Franken) statt. Und da gibt es sie, heiß begehrt, die “Gwedelten”, grüne Heringe, die über Holzfeuer gegrillt werden. Dahinter stecken keine farbenprächtigen Fischlein, sondern jugendliche Heringe, die nicht eingelegt wurden, sondern frisch auf den Grill kommen.

Im Norden Deutschands bereitet man diese Spezialität gerne nach Müllerinart, einfach in Mehl wenden und in Butter braten. Dazu Bratkartoffeln oder Zwiebelringe. In Franken hingegen gegrillt mit dem rauchigen Aroma vom Holzfeuer. Die Zubereitung geht schnell: Heringe ausnehmen, waschen und mit Limetten- oder Zitronenscheibe füllen. Je nach Wunsch Kräuter zugeben (z.B. Rosmarin, Thymian), Fleur de Sel und/oder – für mehr Schärfe und Asiafeeling- Ingwer oder Wasabi. Was passt dazu? Kartoffeln, Bratkartoffeln, Salate oder einfach gegrilltes Baguette.