Einladung zur Maibowle: Waldmeister

Einladung zur Maibowle: Waldmeister

Auf dem Markt in Luxemburg haben wir das Sträußchen entdeckt und gleich mitgenommen. Waldmeister. – Erinnert viele an Wackelpudding, dabei macht das Gewächs sehr viel mehr Freude. Hier kommt die Maibowle

 

Autor Sabine Ruhland, Foto oben ©foodhunter

 

So wurde uns bei einer privaten Einladung ein Klassiker serviert: Maibowle. Die ersten Sträußchen sind jetzt auch bei uns überall bereits käuflich auf den Märkten zu bekommen. Siehe da, am Ende begeisterte unsere Gaumen ein herrlich kühles, grün schillerndes Gesöff, von dem man gerne zwei Gläser nimmt. Jetzt ist genau die richtige Zeit für Mai-Bowle, wenn Waldmeister wächst von Mitte April bis Ende Mai.

 

Foto fotolia

 

 

Maibowle – so wird’s gemacht

 

Zutaten

  • 80 ml Wasser
  • 2 EL braunen Zucker
  • 5 Stängel Waldmeister (je weniger er blüht, desto intensiver Duft und Geschmack), zusammengebunden
  • 250 ml guter, trockener Weißwein
  • 1 Flasche guter Sekt oder Prosecco

 

Zubereitung

Das Maikraut etwas welken lassen. Wasser in einen Topf geben, den Zucker dazu und kurz aufkochen lassen. Das Ganze abkühlen lassen, dann das zusammengebundene Maikraut kopfüber einhängen und ca. 45 min. ziehen lassen. Achtung: die Stängel nicht mit eintauchen

Dann den Wein zugeben und alles für 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Erst vor dem Servieren mit Sekt auffüllen und in bauchigen Gläsern servieren.

Wichtig: Vor allem bei einer Bowle niemals billigen Wein oder Sekt verwenden – macht keine Freude und bereitet meist nur Kopfschmerzen.

 

Gut zu wissen

  • Waldmeister wächst in lichten Laubwäldern
  • Er blüht ab Mitte April bis Anfang Mai mit zarten kleinen weißen Blüten. Dann ist die Zeit ihn zu ernten
  • Waldmeister enthält Cumarin (eigentlich Cumaringlykosid), das beim Trocknen abgespalten wird, weshalb Waldmeister vor allem dann so wunderbar duftet, wenn man ihn über Nacht welcken lässt.
  • Cumarin hilft in geringer Dosierung bei Kopfschmerzen und macht leicht beschwingt. Wie bei Vielem schlägt sich das ins Gegenteil, wenn zu viel davon konsumiert wird.