Parfum d’éte, das Parfum des Sommers: Cavaillon-Melone

Parfum d'éte, das Parfum des Sommers: Cavaillon-Melone

Außen ist die Cavaillon gelblich mit grün-bläulichen Streifen, im Inneren besitzt sie ein orangefarbenes Fruchtfleisch. Genialer Tipp: die Melone sollte von den Streifen der Schale in 10 Stücke geteilt sein!  Melonen mit 9 oder 11 Streifen haben in der Regel weniger Geschmack und ein nicht so süßes Fruchtfleisch. 

 

Autor Sabine Ruhland, Fotos ©foodhunter

 

Mit ihrem betörenden Duft und ihrem unwiderstehlich süßen Geschmack ist die kleine Cavaillon-Melone das unbestrittene Supermodel unter den Kürbisgewächsen. Ende des 15. Jahrhunderts wird die aus Cantalupo (Sommerresidenz des Papstes) stammende Sorte Cantaloup erstmals auf den päpstlichen Feldern bei Cavaillon angebaut. Dank guter Hege und Pflege hat sie den Ort in der Provence reich und berühmt gemacht.

In Cavaillon sagt man zu der Melonenspitze übrigens Pécou. Ist die Pécou trocken und bröckelt ab, heißt das, die Melone ist reif. Grundsätzlich sollten Melonen immer reif geerntet gekauft werden, denn sie reifen nicht nach, sondern werden nur weicher und verlieren an  Zuckergehalt.

Im Sommer belegt sie reichlich Platz in unserem Kühlschrank, denn am besten schmeckt uns die Cavaillon-Melone, wenn sie kalt serviert wird. Dann schneiden wir das süße Fruchtfleisch in kleine Stücke, geben etwas Zitronensaft darüber, vielleicht noch kleingeschnittene Minze  – fertig ist der erfrischend süß-saure Sommergenuss.

 

 

Auch als Sorbet eine traumhafte Erfrischung:

Melone ausschneiden, von Kernen und Fäden befreien (Saft auspressen) und einen Schuss, ca. 1 EL, Orangenblütenwasser (überall erhältlich, um die 5-10 Euro) zum Melonenfleisch dazugeben. Alles pürieren. Im Anschluss Gelierzucker (Verhältnis 1:3) zugeben und alles in einem Topf 2-3 Minuten kochen. Die Masse abkühlen lassen und danach in die Eismaschine geben.

Keinen Tropfen verschenken

 

Hand aufs Herz, wie machen Sie es? Melone in Tranchen schneiden, in mundgerechte Stücke einschneiden und nach dem Schnabulieren weg mit dem Melonen-Überbleibsel. Meist haften aber an der Schale noch Melonenfleisch-Reste.

Ach dieses Tröpfen? Von wegen! Aus einer Tranche, die wir einfach zusammengedrückt haben, bekamen wir 0,2 cl reinen, süßen, wunderbaren Melonensaft. Bei einer ganzen Melone wäre das ein gute gefülltes Glas.

 

 

Schnelles Rezept: kalte Melonensuppe

 

Cavaillon-Melonen halbieren, Kerne und Fäden in ein Sieb auskratzen und den intensiven Saft ausdrücken. Mit einem Kugel-Ausstecher 5 Kugeln pro Person ausstechen und die Kugeln kalt stellen.Das restliche Melonenfleisch ausschaben, mit dem Melonensaft, etwas Joghurt und weißem Portwein mixen, danach mit Salz, Pfeffer, Cayenne pikant abschmecken. Gut kühlen. Zum servieren in Schalen oder Tassen geben, mit den Melonenkugeln und frischen Minzeblättern dekorieren. Luxus-Topping: Krebsschwänze