Es knackst. In diesem Jahr gefühlt stärker denn je. Bucheckern bedecken Wege in den Parks und Wäldern. Zusammengefegt landen sie in Biotonnen oder bleiben achtlos am Boden liegen. Dabei sind Bucheckern eine geschmackliche Bombe. Haben sie sich erst ihrer stacheligen Umhüllung entledigt, müssen sie nur noch aus der zweiten Schutzschale befreit werden. Der Geschmack entschädigt fürs Pulen: eine Nussigkeit, die noch stärker ist als von Haselnüssen und lange am Gaumen bleibt.

Wer beim nächsten Spaziergang eine Kostprobe nehmen möchte, sollte Maß halten. Bucheckern enthalten den schwach giftigen Stoff Fagin. Deshalb müssen die geschälten Eckern – sofern sie in größeren Mengen verzehrt und beispielsweise über Salate gestreut werden – einige Minuten in der Pfanne geröstet werden, um den Giftstoff abzubauen.

Auch wenn die Eiche als typisch deutscher Baum gilt, gebührt eigentlich der Rotbuche diese Ehre. Ohne den Eingriff des Menschen wären mehr als zwei Drittel unserer Wälder von den Buchen bewachsen. Inzwischen sind es weniger als 15 Prozent.

 

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